Vorsicht vor lukrativen Job-Angeboten

Um eine reibungslose Transaktion des Geldes auf ausländische Konten vorzunehmen, bedienen sich die Verursacher von Phishing-Attacken oftmals sogenannter „Finanzkuriere“. Diese werden von den Phishern durch Job-Angebote mit sehr guten Verdienstmöglichkeiten angeworben, für die man nichts weiter als ein inländisches Konto und einen Computer benötigt. Ihre einzige Aufgabe ist es, das auf dem inländischen Konto eingegangene Geld auf ein ausländisches Konto weiter zu schleusen. Dafür erhalten sie hohe Provisionszahlungen.

Für die angeworbenen Personen besteht ein hohes rechtliches Risiko wegen Geldwäsche (Paragraf 261 StGB) strafrechtlich belangt zu werden. Aktuell laufen in Deutschland etliche hundert Verfahren gegen Finanzkuriere. Es ist auch bereits zu einer Vielzahl von Verurteilungen mit Bewährungs- und Geldstrafen gekommen. Die Strafverfolgung konzentriert sich aktuell auf diese „kleineren Fische“, da an die Hintermänner und -frauen des Phishing-Betrugs kaum heranzukommen ist.