Spiele und Facebook-Login für Websites und Dienste

Auf Facebook können auch Drittanbieter ihre Spiele einbinden. Die sogenannten „Instant Games“ lassen sich direkt auf Facebook spielen. Bevor man eines davon startet, wird man darauf hingewiesen, auf welche Daten der Spiele-Anbieter zugreifen darf. Um eine umfangreichere Spielauswahl bei Facebook zu nutzen, muss man zuerst das Programm „Gameroom“ herunterladen und installieren. Sucht man sich darüber ein Spiel aus und klickt auf den „Jetzt spielen“-Button, wird man zunächst darüber informiert, auf welche Informationen der Anbieter des Spiels zugreifen möchte. Hierzu gehören immer die öffentlich einsehbaren Profilinformationen wie etwa Name, Profilbild und Geschlecht. Fragt der Spieleanbieter darüber hinaus Daten wie etwa das genaue Geburtsdatum, die E-Mail-Adresse oder die Freundesliste ab, lässt sich dieser Zugriff über den Link „Von dir angegebene Infos bearbeiten“ oder auf Facebook in den App-Einstellungen einzeln abwählen. Es kann aber sein, dass Spiele dann nur noch eingeschränkt verwendbar sind. Wer Dritten solchen Zugriff gewährt, sollte zunächst einschätzen, ob der Anbieter vertrauenswürdig ist. Ein erster Schritt dazu ist zum Beispiel, nach entsprechenden Medienberichten zu suchen.

Auch zahlreiche Websites und Dienste bieten an, das Facebook-Profil zum Erstellen eines Benutzerkontos und zum Einloggen zu verwenden. Ähnlich wie bei Spielen erhält der jeweilige Anbieter Nutzerdaten von Facebook, Facebook wiederum erlangt weitere Informationen zum Beispiel über die Interessen seiner Nutzer. Beim ersten Login mit Facebook wird dann angezeigt, auf welche Daten der Anbieter Zugriff erhält.

Bei älteren, vor 2015 üblichen Versionen des Facebook-Logins war zum Teil weniger deutlich, welche Zugriffsrechte erteilt werden, Nutzer hatten dabei auch weniger Eingriffsmöglichkeiten. Wer einen Blick auf die „App-Einstellungen“ wirft (oben rechts unter „Einstellungen“ – „Apps“), findet möglicherweise noch alte Karteileichen unter den Anwendungen. Dort werden alle Spiele, Webseiten und Anwendungen aufgelistet, denen Zugriff gewährt wurde. Es empfiehlt sich, zwischendurch immer mal wieder aufzuräumen und Anwendungen, die man nicht braucht, zu löschen oder die Zugriffsrechte anzupassen.

Wer das Facebook-Login bislang nur aus Bequemlichkeit nutzte, aber den damit verbundenen Datentausch kritisch sieht, wird vielleicht auch mit Passwort-Managern glücklich. Solche für alle Geräte und Betriebssysteme erhältlichen Programme helfen beim Erstellen unterschiedlicher Benutzerkonten im Web und speichern die Zugangsdaten auf sichere Weise ab.   

Facebook-Nutzer können ebenfalls kontrollieren, auf welche die eigene Person betreffende Informationen Anwendungen zugreifen dürfen, die Freunde verwenden. Denn auch Facebook-Kontakte können diese den Anwendungen, die sie nutzen, zur Verfügung stellen. Will man das nicht, sollte man seine Anwendungseinstellungen bearbeiten und den Zugriff abwählen. Das kann man ebenfalls in den App-Einstellungen unter „Von anderen Personen verwendete Apps“ tun. Für die Facebook-Kontakte selbst bleiben die Informationen je nach persönlicher Einstellung sichtbar.