Welche Daten Facebook sammelt – und was in ihnen steckt

Daten, die Facebook über den einzelnen Nutzer sammelt, lassen sich in verschiedene Kategorien einteilen. Das sind erstens diejenigen Daten, die Nutzer aktiv beitragen. Bei der Registrierung sind das etwa der Name, der Wohnort, der Geburtstag, das Geschlecht sowie die Handynummer oder E-Mail- Adresse. Diese Angaben sind Pflicht. Nutzer können freiwillig weitere persönliche Informationen eingeben, etwa auf welcher Schule sie waren und wo sie arbeiten. Bei der alltäglichen Nutzung von Facebook kommen viele weitere solcher Daten hinzu, etwa durch „Gefällt mir“-Angaben, Kommentare, Statusmeldungen, das Eingehen von Freundschaften, die Teilnahme an Gruppen und Veranstaltungen, Verlinkungen und Postings, die Kommunikation über die Mail- und Chat-Funktionen und vieles mehr. Nicht immer sind sich Nutzer bewusst, dass sie Facebook mit ihren Aktivitäten darüber hinaus weitere Informationen übermitteln. So speichert Facebook beispielsweise die Metadaten von hochgeladenen Fotos und Videos. Häufig sind das unter anderem Zeitpunkt und Standort der Aufnahme und das verwendete Gerät (Smartphone, Tablet und dergleichen). Wer über sein Smartphone dauerhaft auf Facebook eingeloggt ist, verrät dem Unternehmen sein alltägliches Bewegungsprofil. Das ergibt eine zweite Kategorie von Daten: solche, die durch meist automatische, maschinelle Beobachtung des Verhaltens der Nutzer gewonnen werden. Facebook kann etwa hochgeladene Fotos scannen und versucht automatisch zu erkennen, ob etwa lachende Gesichter, ein bestimmtes Essen oder Landschaftsaufnahmen zu sehen sind. Das ermöglicht es zugleich, Menschen mit Sehbehinderung eine Beschreibung des Fotos zu geben. Die automatische Gesichtserkennung ist nach Angaben des Unternehmens für Nutzer in Europa aktuell abgeschaltet (Stand 1/2018).