Tracking per Like-Button & Co. – und wie Nutzer sich schützen können

Nicht alle Nutzer wissen, dass sie auch dann Daten an Facebook liefern, wenn sie außerhalb von Facebook unterwegs sind. Setzen Webseiten etwa den „Gefällt mir“-Button ein, werden im Hintergrund Daten der Besucher zu Facebook geschickt. Dafür muss ein Nutzer nicht unbedingt auf den „Gefällt mir“-Button geklickt haben oder bei Facebook eingeloggt sein. Die Daten werden übertragen, indem die Buttons von den Facebook- Servern geladen werden. Dadurch kann Facebook automatisch erfahren, wer die entsprechenden Seiten aufruft. Zu den Daten, die übertragen werden, können die Spracheinstellungen des Browsers oder Geräts gehören, der Standort des eigenen Computers, mit welchem Webbrowser man im Netz unterwegs ist, die Bildschirmauflösung und vieles mehr. Außerdem kann die IP-Adresse sichtbar gemacht werden, die den jeweiligen Internetanschluss identifiziert. Hat man einen Facebook- Account und ist man eingeloggt, während man das Web nutzt (dafür muss kein Facebook-Fenster offen sein), kann Facebook den Besuch aller Seiten, die „Gefällt mir“-Buttons oder ähnliche Elemente verwenden, direkt diesem Account zuordnen. Verknüpft mit anderen Diensten und Daten kann so ein recht genaues Nutzerprofil erstellt werden. Die Beobachtung des Nutzers im Web kann also potenziell sehr umfassend sein. Aber auch bei Nutzern, die nicht eingeloggt sind, kann Facebook gleichwohl gesammelte Daten über eine eigens zugewiesene Kennung bündeln. Es ist möglich, dass auch auf diesem Weg Informationen über das Surfverhalten erfasst werden.