Urteile und Alternativen zum "Gefällt mir"-Button

Verbraucherschützer sehen den derzeitigen Einsatz des „Gefällt mir“-Buttons kritisch und sind vereinzelt gegen Unternehmen vorgegangen, die ihn in dieser Form verwenden. Im März 2016 hat das Landgericht Düsseldorf dazu entschieden, dass ein Betreiber eines Online- Shops, der diesen bei sich eingebunden hatte, gegen  datenschutzrechtliche Vorschriften verstößt. Die Richter erklärten dies damit, dass die Datenverarbeitung bereits mit dem Aufruf der Webseite stattfinde. Nutzer müssten vor der Datenverarbeitung darüber aufgeklärt werden, um welche Daten es sich handelt und zu welchem Zweck genau die Verarbeitung erfolge. Nur so könnten sie bewusst einwilligen, indem sie zum Beispiel ein Häkchen setzen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, sondern befindet sich aktuell in der Berufung. Das Verfahren wurde vorerst ausgesetzt, weil der Europäische Gerichtshof grundlegende Fragen dazu klären wird. Dessen Antworten stehen noch aus. Webseitenbetreiber können unterdessen datenschutzfreundliche Lösungen einsetzen, wenn sie Buttons zum Teilen und Empfehlen ihrer Inhalte verwenden wollen. So hat etwa der Heise-Verlag die sogenannten Shariff- Buttons entwickelt und stellt sie zur freien Verwendung bereit. Erst wenn der Nutzer den Button bewusst anklickt, werden Daten an Facebook übertragen. Im Unterschied zu früheren Varianten ist kein zweifaches Klicken mehr erforderlich.