Was tun?, wenn man reingefallen ist?

Auch wenn der Verbraucher tatsächlich im Recht ist, versuchen viele Betreiber an das von ihnen geforderte Geld zu kommen. Es reicht, wenn man der Forderung einmal widerspricht – alle weiteren Briefe kann man im Prinzip ignorieren.

Ausnahme ist ein Brief vom Amtsgericht mit einem offiziellen Mahnbescheid. Ganz selten kann es passieren, dass man einen amtlichen Mahnbescheid erhält. Davon sollte man sich nicht einschüchtern lassen. Einen Mahnbescheid erhält nämlich jeder auf Antrag. Das Amtsgericht prüft hierbei nicht, ob die Forderung rechtmäßig ist. Trotzdem dürfen Sie einen amtlichen Mahnbescheid nicht ignorieren, denn sonst steht bald ein Gerichtsvollzieher vor der Tür. Jeder Mahnbescheid enthält ein Formular, mit dem man innerhalb von 14 Tagen Widerspruch einlegen kann. Dies sollten Sie auch auf jeden Fall tun!

Soweit gehen die meisten Anbieter aber nicht. Denn um einen Mahnbescheid zu erwirken, müssen sie im Voraus eine Gebühr zahlen, die sich an der Höhe der Forderung orientiert. Diese ist natürlich durch die Anwaltsgebühren und Forderungen der Inkasso-Firmen inzwischen um einiges gestiegen.

Ablauf in Stichpunkten

Der Ablauf einer solchen „Geldmach-Masche“ ist im Grunde immer gleich. Im Folgenden stellen wir Ihnen die passenden Handlungsempfehlungen vor.

  • Eine Weile, nachdem Sie die Webseite besucht haben, erhalten Sie eine Rechnung. Häufig wird diese bewusst erst nach den zwei Wochen verschickt, nach dem Ende der regulären Widerspruchsfrist.
  • Nun müssen Sie handeln: Abwarten oder voreilig zahlen sind die falschen Reaktionen. Als erstes legen Sie Widerspruch ein, auch wenn die 14-Tage-Frist abgelaufen ist. Denn falls es sich tatsächlich wie beschrieben um eine klassische Kostenfalle handelt, haben Sie entweder keinen gültigen Vertrag geschlossen oder die Widerspruchsfrist hat (obiger Argumentation folgend) noch nicht angefangen zu laufen.
  • Der Widerspruch erfolgt am besten per Einschreiben. Musterbriefe finden sich auf den Webseitens der Verbraucherzentralen (siehe Linkliste am Ende des Textes). Danach kann man zunächst allen weiteren Schriftverkehr ignorieren.
  • Versuchen Sie zu dokumentieren, wie die Seite aussah, als Sie angeblich dort etwas gekauft oder ein Abo abgeschlossen haben (z. B. mit Screenshots, also mit „Fotos“ vom Bildschirm: Wenn Sie mit Windows arbeiten, drücken Sie dazu die Taste „Druck“ auf Ihrer Tastatur, fügen das Bild mit den Tasten „STRG“ + „V“ in ein Bildbearbeitungs- oder Schreibprogramm ein und speichern es ab; für andere Betriebssysteme konsultieren Sie die eingebaute Hilfe). Das ist nicht immer möglich, da die entsprechenden Webseitens oft umgebaut werden.
  • Wenn Sie unsicher sind, lassen Sie sich beraten: Die Verbraucherzentralen sind beim Thema „Abofallen im Internet“ kompetente Ansprechpartner.
  • Relativ schnell und trotz Widerspruch kommt dann in der Regel die erste Mahnung und danach ebenfalls recht zügig nach der gesetzten Zahlungsfrist Briefe vom Inkasso-Büro.
  • Der nächste Schritt sind dann Briefe von Anwaltsbüros, die mit gerichtlichen Schritten drohen. Auch diese können Sie ignorieren.
  • Normalerweise dauert es circa 6 bis 12 Monate bis die Firmen aufgeben. Solange muss man hart bleiben und sollte sich nicht von den Drohungen einschüchtern lassen. In ihren Briefen drohen die Anbieter häufig mit negativen Schufa-Einträgen, die sie in Wirklichkeit gar nicht vornehmen können.


Ganz selten kann es sein, dass man einen amtlichen Mahnbescheid erhält. Auch davon sollte man sich nicht einschüchtern lassen. Einen Mahnbescheid erhält nämlich jeder auf Antrag. Das Amtsgericht prüft hierbei nicht, ob die Forderung rechtmäßig ist. Trotzdem dürfen Sie einen amtlichen Mahnbescheid nicht ignorieren, denn sonst steht bald ein Gerichtsvollzieher vor der Tür. Jeder Mahnbescheid enthält ein Formular, mit dem man innerhalb von 14 Tagen Widerspruch einlegen kann. Dies sollten Sie auch auf jeden Fall tun!

Soweit gehen die meisten Anbieter aber nicht. Denn um einen Mahnbescheid zu erwirken, müssen sie im Voraus eine Gebühr zahlen, die sich an der Höhe der Forderung orientiert. Diese ist natürlich durch die Anwaltsgebühren und Inkasso-Firma-Forderungen inzwischen um einiges gestiegen.

Die wichtigsten Handlungsempfehlungen bei Abofallen lassen sich zusammenfassen mit: Nicht zahlen, Widerspruch einlegen und nicht einschüchtern lassen, damit das „Geschäftsmodell“ der Abzocker sich auflöst.

Zum Ende zusammengefasst noch einige Punkte, die man beachten sollte, damit Abzocke im Internet von Anfang an keine Chance hat:

  • Vorsicht, wenn man bei der Registrierung für ein vermeintlich kostenloses Angebot seine Kontodaten angeben muss.
  • Im Zweifelsfall lieber auf kostenlose Angebote verzichten! Nicht nur Abzock-Fallen lauern. Allein schon, dass die eigenen persönlichen Daten in unbekannte Hände geraten, sollte zur Vorsicht mahnen (vgl. hierzu auch den Text 12 „Vorsicht Falle – Betrug im Internet“ der gemeinsamen Themenreihe von klicksafe und iRights.info“).
  • Bei allen Internetgeschäften gilt: Registrierungs- und Rechnungs-E-Mails genau lesen. AGBs noch vor Vertragsabschluss genau durchschauen.
  • Wenn man Zweifel hat, ob man einem unseriösen Angebot aufgesessen ist: Dokumentieren Sie die Webseite mit Screenshots und bewahren Sie alle E-Mails und sonstige Kommunikation zur Beweisführung auf.