Welche Daten dürfen definitiv nicht gesammelt werden?

Auch wenn der Arbeitgeber Interesse daran hat, möglichst viel über seine Beschäftigten zu wissen, darf er nicht alle Informationen sammeln und verwenden, die er bekommen kann. Informationen zur Gesundheit von Beschäftigten darf der Arbeitgeber nur mit individueller Einwilligung der jeweils betroffenen Person speichern und das auch nicht in der normalen Personalakte, sondern getrennt davon und besonders gesichert gegen den Zugriff unbefugter Dritter. Genetische Untersuchungen oder deren Ergebnisse darf der Arbeitgeber laut Gendiagnostikgesetz einzig dann verlangen, wenn genetische Eigenschaften die Risiken im Arbeitsschutz beeinflussen können. Denkbar ist das zum Beispiel, wenn für Mitarbeiter mit bestimmten Erbanlagen der Umgang mit einzelnen Substanzen gefährlich ist. Gleiches gilt, wenn der Arbeitgeber etwas über das Verhältnis des Beschäftigten zu Alkohol wissen will. Nur soweit das für die Arbeitssicherheit eine Rolle spielen kann, geht es den Arbeitgeber etwas an. Daraus ergibt sich auch, dass völlig arbeitsfremde Informationen nicht in die Personalakte dürfen. Fragen danach, welche politische Einstellung Beschäftigte haben, ob sie Mitglied in Gewerkschaften sind, nach früheren Krankheiten und sogar danach, ob und wie sie verhüten, kommen zwar immer wieder vor, sind aber unzulässig. So etwas ist Privatsache.