Technische Überwachung am Arbeitsplatz

Zur technischen Überwachung am Arbeitsplatz gehören viele weitere Dinge. Das Spektrum reicht von Zeiterfassungs- und Zutrittssystemen über elektronische Bezahltechnik in der Kantine, Systeme zur Erfassung der Kundenzufriedenheit oder zur Qualitätssicherung, Protokollierung des Passwortschutzes von Arbeitsplatz-Computern, Protokollierung (Mitlesen) von Internetnutzung und E-Mail- Verkehr der Beschäftigten bis hin zu automatischer Erfassung ihrer Tipp- Geschwindigkeit mittels sogenannten Keyloggern. Beschäftigte wissen häufig nicht, inwieweit der Chef überhaupt die Arbeit am Computer technisch überwachen kann und darf. Zudem besteht mitunter Unklarheit, ob die betriebseigenen Computer auch für private Zwecke genutzt werden dürfen. Hier sollte man zwei Dinge auseinanderhalten:

1. Ob private Internet- und Computernutzung am jeweiligen Arbeitsplatz von vornherein ausdrücklich erlaubt ist.

2. Ob und wie der Arbeitgeber die private und dienstliche Nutzung von Internet und Computer am Arbeitsplatz technisch überwachen darf.

Soweit der Arbeitgeber die private Nutzung am Arbeitsplatz erlaubt hat, darf er diese nicht überwachen, also zum Beispiel den privaten E-Mail- Verkehr nicht kontrollieren. Sonst würde er die Privatsphäre seiner Mitarbeiter verletzen. Ist die private Internetnutzung durch den Arbeitgeber jedoch nicht gestattet, darf er unter bestimmten Voraussetzungen überwachen, was Beschäftigte mit dem Arbeitsplatz-Computer oder Firmen-Laptop machen. Dies wird damit begründet, dass eine unerlaubte private Internetnutzung einen Missbrauch der Arbeitszeit darstellt. Um dem zu begegnen, ist eine stichprobenartige Überprüfung durch den Arbeitgeber zulässig. Eine permanente Überwachung als eine Art elektronischer Leistungskontrolle ist aber nicht erlaubt.