Im Zweifel dürfen Computer und Internetanschluss des Arbeitgebers nicht privat genutzt werden

Ohne eine ausdrückliche Erlaubnis kann man nicht davon ausgehen, dass die Einrichtungen des Arbeitgebers oder dessen Computersysteme zu privaten Zwecken genutzt werden dürfen. Es ist dann also im Zweifel nicht erlaubt, am Arbeitsplatz aus privatem Interesse das Web zu nutzen, private E-Mails zu schreiben oder das private Online-Banking zu erledigen. Das gilt nicht nur während der regulären Arbeitszeit. Eine beschränkte Erlaubnis gibt es in der Praxis aber häufig, etwa zur privaten Nutzung des Internets während der Pausen. Sie kann auf verschiedene Weise erteilt werden: Zum einen kann sie direkt von dem Chef oder einer anderen befugten Person gegeben werden. Geschieht das nur mündlich, kann es später schwierig sein, die Erlaubnis zu beweisen. Manchmal ist die private Computernutzung zum anderen auch in den Arbeitsverträgen bereits geregelt. In vielen Unternehmen, Organisationen und Behörden gibt es zudem Betriebs- oder Dienstvereinbarungen zur IT-Nutzung. Als erstes sollten Beschäftigte also in den eigenen Arbeitsvertrag schauen und sich nach Betriebs- oder Dienstvereinbarungen erkundigen. Letztere kann es nur in Betrieben geben, die bereits einen Betriebs- oder Personalrat gebildet haben.