Eigene Arbeiten veröffentlichen: Was muss ich beachten?

Für Haus- und Abschlussarbeiten gibt es viele Plattformen, auf denen man sie gedruckt oder elektronisch veröffentlichen kann. Häufig werden sie dort zum Kauf angeboten. Will man eine Arbeit auf solchen Plattformen veröffentlichen, empfiehlt es sich, einen genaueren Blick auf die Nutzungsbedingungen, AGB oder die Autorenverträge zu werfen.

Räumt man einer Plattform das „ausschließliche Nutzungsrecht“ ein, bedeutet das, dass man alle Verwertungsrechte am eigenen Werk abgibt. Im Ergebnis darf man den Text dann zum Beispiel nur noch sehr begrenzt anderweitig veröffentlichen, etwa auf einer eigenen Webseite (siehe Frage 6: „Wann ist eine Zweitveröffentlichung erlaubt?“). Der Anbieter wiederum darf das Recht zur Veröffentlichung auch anderen einräumen. Ein Blick darauf, ob man nur bestimmte Veröffentlichungen wie etwa online („öffentliche Zugänglichmachung“) oder Printbuch („Verbreitung“) erlaubt, oder aber alle nur denkbaren Nutzungen, ist ebenfalls ratsam. Der Gegensatz zum „ausschließlichen“ ist das „einfache Nutzungsrecht“. „Einfach“ bedeutet, dass Dritte oder der Urheber selbst nicht von einer möglichen weiteren Nutzung ausgeschlossen werden. Hat man nichts ausdrücklich vereinbart, gilt bei wissenschaftlichen Veröffentlichungen im Zweifel das „ausschließliche Nutzungsrecht“. Bevor man seine Arbeit veröffentlicht, sollte man sie unbedingt vorher auf mögliche kritische Punkte untersuchen. Zitate dürfen nicht den erlaubten Umfang überschreiten und müssen den engen rechtlichen Anforderungen an ein zulässiges Zitat genügen (siehe Frage 1: „Was ist ein Zitat, was ein Plagiat?“). Nicht erlaubt ist es zudem, urheberrechtlich geschützte Grafiken oder Fotos zu übernehmen, wenn es sich nicht um ein zulässiges Zitat handelt oder man sonst eine Gestattung hat.