Wie finanzieren sich Apps und was bedeutet das für den Schutz der persönlichen Daten?

Apps sind ausgeklügelte Software. Ihre Entwicklung und regelmäßige Aktualisierung kosten Zeit und Geld, die Vermarktung ebenfalls. Apps, die man kostenlos herunterladen und nutzen kann, müssen sich anders finanzieren. Folgende Geschäftsmodelle sind derzeit gängig:

Bezahl-Apps: Bei Bezahl-Apps muss man vor dem Download einen bestimmten Betrag bezahlen. In der Regel werden keine weiteren Kosten fällig, sodass von Anfang an alle Funktionen ohne Einschränkung genutzt werden können. In manchen Fällen kann es aber vorkommen, dass man für eine aktualisierte Version – vor allem, wenn sie für ein neues Betriebssystem angepasst wurde – noch einmal bezahlen muss. Wer die Bezahlvariante einer ansonsten durch Werbung finanzierten App wählt, kann grundsätzlich auch den mit Werbung verbundenen Datenaustausch verringern. Ob das in einer konkreten App auch so umgesetzt ist, hängt vom jeweiligen Anbieter ab.

Free Apps: Viele kostenlose Apps finanzieren sich durch Werbeeinblendungen. Manche App-Anbieter warten damit zunächst noch ab, weil sie erst eine möglichst große Nutzerzahl an sich binden möchten. Durch die Entstehung von Werbenetzwerken wie Google Admob oder Microsoft Advertising ist die Integration von Werbung in Apps relativ einfach geworden. Ein weiteres Geschäftsmodell kann darin bestehen, dass der Anbieter zwar keine Werbung in der App einblendet, die gesammelten Daten aber auf andere Weise vermarktet.

Freemium oder Free-to-Play: Auch bei diesem Geschäftsmodell kann die App kostenlos heruntergeladen und installiert werden. Man kann sie dann in einer Basisvariante oder für eine bestimmte Zeit nutzen. Möchte man allerdings Werbung dauerhaft entfernen, weitere Funktionen nutzen oder Spielelemente und Level freischalten, muss man zahlen, entweder in Form sogenannter In-App-Käufe oder durch Erwerb einer separaten Vollversion der App. In den App-Stores wird auf In-App- Käufe heute deutlicher hingewiesen. Diese Transparenzregeln haben die Store-Betreiber auch zum Schutz von Kindern, Jugendlichen und deren Eltern eingeführt. Um die Ausgaben besser zu kontrollieren, kann man zum Beispiel Prepaid-Guthaben für den jeweiligen App-Store nutzen.