E-Sport

Treten Computer- und Konsolenspieler organisiert gegeneinander an, so spricht man von E-Sport, (Abkürzung von "elektronischer Sport"). Die Wettkampfbedingungen werden durch die Einstellungsmöglichkeiten des Spiels, die Spielplattform (Konsole oder Computer) und durch die Regeln der Liga vorgegeben, ganz wie im realen Sport eben.

E-Sports Event in Köln (Bild von n:faculty)
E-Sports Event in Köln (Bild von n:faculty)

Vergleicht man die Anforderungen, die z.B. ein Sportbogenschütze und ein Fifa-Spieler zu meistern haben, so gibt es durchaus Parallelen. Neben einer geschulten Auge-Hand- Koordination und der Wettkampfbedingung ist es vor allem die enorme Konzentrationsfähigkeit, die von den Sportlern verlangt wird. Im richtigen Moment die beste Leistung zu liefern und die richtigen Entscheidungen zu treffen, darauf kommt es bei beiden Sportarten an. Die Anforderungen umfassen je nach digitalem Spiel verschiedene motorische Aspekte (z.B. Hand-Augen-Koordination, Reaktionsgeschwindigkeit, Durchhaltevermögen) und geistige Aspekte (räumliches Orientierungsvermögen, Spielübersicht, Spielverständnis, vorausschauendes und logisches Denken). Dem Vorwurf der Körperlosigkeit ihrer Betätigung, der auch dem Schach gemacht wird, stellen die E-Sportler eine Auffassung der Ganzheitlichkeit von Geist und Körper entgegen. Der Computer stellt für die Spieler im E-Sport eine Art Werkzeug dar, mit dem sie einen Wettkampf auf einem virtuellen Spielfeld austragen. Mit der Zunahme von Bewegungssteuerung wird diese Kritik zukünftig schwächer werden, auch wenn bisher die wenigsten E-Sport geeigneten Spiele diese Art der Steuerung nutzen.

Die verschiedenen digitalen Spiele kann man dabei durchaus als unterschiedliche Sportarten verstehen, ähnlich den verschiedenen Ballsportarten, Disziplinen in der Leichtathletik oder dem Motorsport mit seinen Facetten.