ZAHLEN/DATEN/FAKTEN: WIE DAS INTERNET JUNGE MENSCHEN IM GRIFF HAT

Ob über Smartphone, Tablet, Laptop, PC, Smart-TV oder einfach nur die Bildschirme in der U-Bahn: Heutzutage ist es kaum mehr möglich, sich der Onlinewelt zu entziehen. Hierzulande sind inzwischen neun von zehn Menschen in Deutschland regelmäßig online, laut der ARD/ZDF-Onlinestudie  aus dem Herbst 2017. Je jünger die Nutzer, desto höher ist diese Zahl: Die JIM-Studie 2017 zeigt, dass 97 % aller 12- bis 25-Jährigen ein eigenes Smartphone besitzen und dieses täglich nutzen.

Internetsucht – Zu viel des Guten: In den letzten Jahren ist die Online-Sucht bei Jugendlichen angestiegen. Fast 300.000 Jugendliche in Deutschland sind internetsüchtig – doppelt so viele wie 2011. Das sind   5,8 % aller 12- bis 17-jährigen Jugendlichen. Dabei sind die weiblichen Jugendlichen (7,1 %) stärker betroffen als die männlichen Jugendlichen (4,5 %). Unter www.onlinesucht-ambulanz.de werden ein Selbsttest und Hilfestellungen angeboten.  (Quelle: Orth, BZgA-Forschungsbericht 2017[1])

Fast jeder hat schon Erfahrungen mit Hass im Netz: In der Altersgruppe der 14- bis 24-Jährigen haben schon 91 % Erfahrungen mit Hass im Netz gemacht. Damit sind sie von Hasskommentaren doppelt so häufig betroffen wie die Generation 60plus. Sie beschäftigen sich auch häufiger mit dementsprechenden Kommentaren und tauschen sich darüber aus, weil sie diese interessant bzw. unterhaltsam finden. (Quelle: Ethik im Netz. Hate Speech; LfM 2016[2])

Leichter Rückgang bei (Cyber)Mobbing: (Cyber)Mobbing unter Schülern ist in den vergangenen Jahren leicht zurückgegangen. Aber das bedeutet noch lange keine Entwarnung: Jeder fünfte Jugendliche bestätigt, dass schon einmal falsche oder beleidigende Inhalte über seine Person im Netz bzw. über das Handy verbreitet wurden. Auf die Nachfrage, ob die Jugendlichen im Internet regelrecht fertig gemacht wurden, geben dies 8 % an. Dabei sind Jungen wie Mädchen gleichermaßen Opfer. (Quelle: JIM-Studien 2016 und 2017[3])

Beschwerden über Kinderpornografie nehmen zu: Bei der Online-Hotline der FSM können Beschwerden über Onlineinhalte eingereicht werden. Ein Drittel davon waren im Jahr 2016 Darstellungen des sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen – eine leicht angestiegene Zahl zum vorherigen Jahr. (Quelle: Online-Hotline der FSM, 2016[4])

Fast jeder nutzt WhatsApp: Das beliebteste Kommunikationsmittel unter Jugendlichen ist WhatsApp.
94 % der unter 19-Jährigen tauschen sich regelmäßig über diese App aus. Auf Platz zwei der mindestens mehrmals pro Woche genutzten Social Apps steht Instagram (57 %), knapp dahinter liegt Snapchat mit 49 % regelmäßigen Nutzern. Facebook wird immer weniger interessant für das junge Publikum, nur ein Viertel der Jugendlichen nutzt es regelmäßig. (Quelle: JIM-Studie 2017[5])


[1] www.bzga.de/forschung/studien-untersuchungen/studien/suchtpraevention/

[2] www.lfm-nrw.de/fileadmin/user_upload/lfm-nrw/Service/Veranstaltungen_und_Preise/Medienversammlung/2016/EthikimNetz_Hate_Speech-PP.pdf

[3]JIM-Studie 2016: www.mpfs.de/fileadmin/files/Studien/JIM/2016/JIM_Studie_2016.pdf / JIM_Studie2017: www.mpfs.de/fileadmin/files/Studien/JIM/2017/JIM_2017.pdf

[4] www.fsm.de/de/presse-und-events/fsm-beschwerdestelle-fuer-onlineinhalte-2016

[5] www.mpfs.de/fileadmin/files/Studien/JIM/2017/JIM_2017.pdf

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