Jugendschutzfilter
Sie sollten sich grundsätzlich überlegen, wie Sie das Thema Internetsicherheit mit Ihrem Kind besprechen wollen. Jede technische Hilfestellung kann Medienerziehung nur unterstützen, nicht ersetzen.
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Warum überhaupt Filtersoftware?
Wie funktioniert Filtersoftware?
Wie zuverlässig blockieren sie problematische Angebote?
Überblick über existierende technische Filtersysteme
Die Initiative "sicher online gehen"
Der Leitfaden zur Installation und Einrichtung von JusProg gibt einen Überblick über die wichtigsten Schritte bei Installation und Konfiguration.
Kindersicherungen
Kindersicherungen sind Programme, mit denen Sie die Nutzung des Computers für Ihre Kinder kontrollieren und einschränken können. Sie bieten meistens dreierlei Arten von Kontrollmechanismen an: Inhaltsfilter, Kontrolle der Gerätenutzung, und Protokollierung der Benutzung. Alle drei Kontrolloptionen können Sie miteinander kombinieren. So entscheiden Sie selbst, auf welche Art und Weise Sie für Ihr Kind die Nutzung des Computers einschränken wollen.
Erste Schritte ins Netz
Gestalten Sie mit ihren grundschulpflichtigen Kindern zusammen eine eigene Online-Welt.
ACHTUNG:
Nicht nur mit dem PC, sondern bereits mit vielen Spielkonsolen und Handys kommen Kinder ins Internet. Überprüfen Sie, ob Jugendschutzeinstellungen bei den Geräten möglich sind.
Meine Startseite für Kinder einrichten
Ob Ihr Kind ins Internet einsteigt oder bereits über Erfahrung verfügt: "Meine Startseite" auf der Webseite "Surfen ohne Risiko" ist die perfekte Möglichkeit, für das Kind eine ganz persönliche Internetwelt zu gestalten.
Weitere Tipps für eine eigene Online-Welt für Kinder...
Kinderseiten und Online-Spiele im Netz
Für Kinder im Grundschulalter genügt ein überschaubares Angebot an Webseiten und guten Online-Spielen, die immer wieder angesteuert werden können. Wählen Sie dabei in erster Linie werbefreie Seiten aus oder wenigstens solche, auf denen Werbung eindeutig gekennzeichnet ist. Das ist zwar schwierig, aber wichtig, da Kinder Werbung und redaktionellen Inhalt noch nicht unterscheiden können.
TIPPS:
Durch eine Kinderredaktion und medienpädagogisch bewertete Kinderseiten: Klick-Tipps.net
Einstiegsportale für Jüngere (bis ca. 10 Jahre),
z.B.: Internet-ABC oder Blinde Kuh oder fragFINN
Gute Online-Spiele unter www.klick-tipps.net/spielen oder beim Internet-ABC
Kindersuchmaschinen
Lassen Sie ihre Kinder am Anfang nicht mit Erwachsenensuchmaschinen wie z.B. Google, bing oder yahoo suchen. Auch mit Kindersuchmaschinen werden Kinder fündig. Am Ende der Grundschulzeit werden die meisten Kinder bereits so kompetent sein, dass sie sich freier im Netz bewegen können. Gewöhnen Sie deshalb Ihr Kind an die Möglichkeiten, mit Favoriten oder Lesezeichen auf seinem eigenen Benutzerkonto zu surfen. Begleiten Sie Ihr Kind, wenn es neben den Kindersuchmaschinen auch einmal allgemeine Suchmaschinen ausprobieren will. Helfen Sie ihrem Kind, zu erkennen, wie viel Wahrheit und Glaubwürdigkeit hinter einem Online-Angebot steckt.
Technischer Jugendschutz im Browser: Richten Sie eine Kindersuchmaschine als Startseite ein und ersetzen Sie außerdem die voreingestellte Suchmaschine im Browser durch eine spezielle Kindersuchmaschine.
TIPPS:
Kindersuchmaschinen unter www.klick-tipps.net/suchmaschinen
Suchen - aber sicher! Wichtige Tipps für Eltern liefern die 12 goldenen Suchmaschinen-Regeln
Kindgerechte E-Mail-Adresse
Die großen Internetportale und E-Mail-Anbieter für Erwachsene sind nicht kindgerecht gestaltet, unübersichtlich und präsentieren viel Werbung. Für Kinder sind sie daher ungeeignet. Richten Sie zusammen mit ihrem Kind ein sicheres E-Mail-Konto ein und geben Sie ihm Tipps wie z.B. seine private Mailadresse nur Freunden weiterzugeben.
TIPPS:
Mailanbieter für Kinder: www.mail4kidz.de und grundschulpost.zum.de
Sichere(r) Chat, Instant Messenger und Community
Neben positiven Aspekten bergen die Kommunikationsmöglichkeiten im Internet auch Risiken: Wer wirklich am anderen Ende der Leitung sitzt, kann niemand genau wissen. Zudem sind Heranwachsende mit der Weitergabe von persönlichen Daten unvorsichtig und möglicherweise auch Demütigungen und Beschimpfungen oder gar sexuellen Belästigungen ausgesetzt. Suchen Sie (gemeinsam) geeignete Kommunikationsangebote im Netz und vermitteln Sie wichtige Regeln fürs „Plaudern im Netz“.
ACHTUNG: Bei den bekannten Instant Messenger und Communities liegt die Altersgrenze der Anmeldung meistens bei 13/14 Jahren.
TIPPS:
Empfehlenswerte Chats und Communities im Chat-Atlas auf
www.chatten-ohne-risiko.net
Der kostenlose Kinder-Messenger von Microsoft ist für Kinder von 6 bis 12 Jahren geeignet: www.kinder-messenger.de
Informieren Sie sich
Häufig wissen Kinder und Jugendliche besser als Erwachsene, was im Internet vom Blog bis zum Wiki alles möglich ist. Das bedeutet aber nicht, dass Kinder sich der Gefahren oder gar der rechtlichen Aspekte ihrer Internetaktivitäten bewusst sind. Deshalb machen Sie sich über die Möglichkeiten und Gefahren des Internets schlau.
ACHTUNG: Sie können bei den Internetbeschwerdestellen www.jugendschutz.net oder www.internet-beschwerdestelle.de jugendgefährdende und strafbare Inhalte melden, auf die Sie im Internet gestoßen sind.
TIPPS:
Netzführerschein für Kinder und Eltern beim Internet-ABC
Broschüre „Spielregeln im Internet – Durchblicken im Rechte-Dschungel“
Zeigen Sie Interesse und führen Sie Gespräche
Fragen Sie nach den Lieblingsseiten oder –spielen im Netz und versuchen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind einen Einblick in seine Medienwelt zu bekommen. Obwohl sich ihr Nachwuchs oftmals besser in den neuesten Internetdiensten auskennt, fehlt die Lebenserfahrung, das Web in all seinen Facetten richtig einzuschätzen. Auf technischen Schutz allein sollten Sie sich nicht verlassen. Mindestens ebenso wichtig ist es, mit den Kindern über problematische Seiten des Internets zu sprechen. Die Kinder sollten immer das Gefühl haben, offen mit ihren Eltern über unangenehme Erfahrungen im Netz sprechen zu können. Beobachten Sie außerdem wie viel Zeit Ihr Kind im Netz verbringt. Schauen Sie was getan wird, und besprechen Sie, wie sinnig oder vielleicht zeitverschwenderisch die Online-Aktivität ist.
TIPPS:
Überblick über Chancen und Risiken des Internets:
Broschüre „Ein Netz für Kinder–Surfen ohne Risiko?“ (pdf)
SCHAU HIN!-Medienpass: Sind Sie fit für die Medienwelt?
Grenzen und Regeln festlegen
Am besten stellen Sie gemeinsam mit Ihren Kindern Onlineregeln auf, dazu gehören u.a. Zeitvorgaben für den gesamten Medienkonsum (nicht nur für den Computer), aber auch Verhaltensregeln für den Fall, dass ihren Kindern etwas komisch vorkommt. Hängen Sie die Regeln sichtbar über dem Surfplatz auf! Überlegen Sie sich auch: Was passiert bei Nichteinhalten? Die Vereinbarung muss natürlich immer wieder überprüft und mit zunehmendem Alter der Kinder aktualisiert und angepasst werden.
Zur Orientierung können folgende Zeitvorgaben und Begleitmaßnahmen hilfreich sein:
4–6 Jahre: ca. 20 bis 30 Minuten pro Tag in Begleitung der Eltern.
7–10 Jahre: ca. 45 Minuten pro Tag. Der PC sollte an einem gut einsehbaren Platz im gemeinsamen Wohnraum stehen.
11–13 Jahre: ca. 60 Minuten pro Tag. Eltern müssen im Blick haben, dass PC und Internet immer häufiger für Schule genutzt wird (Zeiten einkalkulieren).
Ab 14 Jahren: Für ältere Heranwachsende eignet sich in der Regel ein gemeinsam vereinbartes Medienbudget pro Woche viel eher als eine tägliche Höchstgrenze. Regeln sind vor allem bei der Kommunikation im Netz wichtig.
Auf jeden Fall gilt: Kinder und Jugendliche sollten sich nie ohne Ihre Erlaubnis und eine zuverlässige Begleitung mit einer Online-Bekanntschaft treffen.
TIPPS:
Online-Abkommen für Kinder und Eltern bei den Kinderschutz-Zentren
Netzregeln für Kinder und Eltern: Plakat "Abgemacht! Netz-Regeln" (pdf von jugendschutz.net)
Kindersicherungen einsetzen und Benutzerkonto erstellen
Kindersicherungen, mit denen Sie die Nutzung des Computers für Ihre Kinder kontrollieren und einschränken können, werden für den Computer extra gekauft bzw. heruntergeladen oder bereits im Betriebssystem mitgeliefert. Sie bieten Eltern eine Unterstützung in ihren Sicherheitsbemühungen. Kindersicherungen bieten meistens dreierlei Arten von Kontrollmechanismen an: Inhaltsfilter, Kontrolle der Gerätenutzung, und Protokollierung der Benutzung.
Der erste Schritt: Erstellen Sie für Ihr Kind ein gesondertes Benutzerkonto – je nach Alter – mit eingeschränkten Rechten. Mit zunehmendem Alter der Kinder wird die Kontrolle der Internetnutzung immer schwieriger, da Jugendliche genau wissen, wie schnell und einfach Kindersicherungen umgangen werden können. Gemeinsam ausgehandelte Absprachen werden deshalb umso wichtiger.
TIPPS:
Informationen zum Jugendschutzfilter der Deutschen Telekom
Informationen zum Jugendschutzfilter des JusProg e.V.
Zwei Jugendschutzprogramme von der KJM unter Auflagen anerkannt!
Ein Netz für Kinder - Surfen ohne Risiko?
Broschüre von jugendschutz.net
Gesetzlicher und pädagogischer Jugendmedienschutz
Broschüre der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM)
Wegweiser Jugendmedienschutz
Broschüre der Bundesprüfstelle
Im Rahmen des Safer Internet Programms vergleicht die Studie SIP-Benchmark II Jugendschutzprogramme.
Die Testergebnisse dienen u.a. als Empfehlungen für Eltern und Softwareproduzenten.
Info-Flyer zum Jugendschutzfilter des JusProg e.V.













