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Aktuelles Modul:
"Facebook für Minderjährige"

(Stand: März 2013)

Facebook-Modul:              "Anmelden, Deaktivieren und Löschen eines Kontos"         (Stand: Oktober 2012)

Akutelles Modul:         "Facebook Chronik"
(Stand: Juni 2013)

klicksafe-Leitfaden:
"Wer kennt wen"
 

Eltern
klicksafe-Tipp/

1. Wie erkenne ich ein sicheres Netzwerk?

Sicherheit geht vor: Prüfen Sie sorgfältig, welche Angaben der Anbieter zum Jugend- und Datenschutz macht. Interne Verhaltensregeln, denen bei der Anmeldung zugestimmt werden muss und Voreinstellungen zum Schutz Minderjähriger sind Hinweise auf einen seriösen Betreiber. Außerdem sollte es gut sichtbar Möglichkeiten geben, sich vor unerwünschten Kontakten oder Kommentaren zu schützen:

  • Integriertes Meldesystem: anstößige Inhalte werden dem Betreiber gemeldet

  • Ignorieren-Funktion: Kontakten wird der Zugriff auf das Profil verweigert

Seriöse Plattformbetreiber bieten zudem einen direkten Kontakt zum Jugendschutzbeauftragten sowie Informationen für Eltern und Lehrkräfte.

2. Wie kann mein Kind seine Privatsphäre schützen?

Soziale Netzwerke haben ein gutes Gedächtnis! Grundsätzlich gilt: Je weniger persönliche Angaben Ihr Kind macht, desto sicherer ist der Aufenthalt. Einmal veröffentlichte Fotos lassen sich in ihrer Verbreitung nur schwer kontrollieren oder löschen. Auch andere Daten wie Adressen oder Vorlieben vergisst das Netz nicht so leicht. 

Einige Netzwerke bieten die Nutzung von Konten für unter 18-Jährige an, die über besondere Sicherheitseinstellungen verfügen. Gehen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind die technischen Einstellungen zur Privatsphäre durch. Achten Sie darauf, dass sein Profil nicht für alle öffentlich ist: Bei seriösen Anbietern gibt es verschiedene Möglichkeiten, nur vorher festgelegten Nutzern den Kontakt zu erlauben. Diesen Personenkreis sollte Ihr Kind aus dem wahren Leben kennen und ihm vertrauen. Die Privatsphäre-Einstellungen werden am besten so gewählt, dass nur diese echten Freunde Persönliches erfahren.

  • TIPP:
    Personen, die man nur aus dem Internet kennt, in einer Gruppe zusammenfassen und dieser Gruppe nur eingeschränkte Ansichtsrechte zuweisen! Besser: ausschließlich echte Freunde in die Freundesliste aufnehmen!

3. Was kann ich tun, wenn peinliche Fotos meines Kindes im Netz stehen?

Die Party war lustig. Die Fotos davon im Netz sind es nicht. In solchen Fällen gibt es die Möglichkeit einzugreifen. Jeder Mensch hat das „Recht am eigenen Bild“: Ihr Kind kann selbst bestimmen, ob und in welcher Form Bilder von ihm veröffentlicht werden. Wenn es ohne seine Einwilligung auf peinlichen Bildern zu sehen ist, bitten Sie zuerst die Person, die diese eingestellt hat, sie zu entfernen. Falls das nicht geschieht, können Sie das Bild dem Betreiber des Netzwerkes melden und diesen um Löschung bitten. In aller Regel geschieht das innerhalb kurzer Zeit.

Verantwortung ist wichtig: Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, dass es vor dem Hochladen von Fotos die Menschen, die darauf zu sehen sind, um Erlaubnis fragt. Das gilt auch für Verlinkungen von Personen mit einem Foto, z.B. anhand der automatischen Gesichtserkennung. Dabei werden neue Fotos im Netzwerk nach „bekannten“ Gesichtern durchsucht und mit diesen verlinkt.

  • TIPP:
    Die meisten Netzwerke bieten an, dass ein Foto erst nach Einwilligung verlinkt wird. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind diese Einstellung aktiviert hat und die automatische Gesichtserkennung ausgestellt ist. Empfehlenswert ist auch eine regelmäßige Selbstsuche in den Fotoalben von Freunden.

4. Was soll ich machen, wenn mein Kind gemobbt wird?

Cyber-Mobbing ist ein ernstes Problem geworden. Die scheinbare Anonymität des Netzes senkt die Hemmschwelle: Einige Kinder und Jugendliche sehen die Freiheiten der virtuellen Welt als Freibrief für Angriffe, unter denen die Betroffenen zum Teil schwer leiden.

Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr Kind beleidigt oder belästigt wird, sollten Sie so schnell wie möglich eingreifen – jedoch nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Kind. Nutzen Sie die „Ignorieren“-Funktion und machen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind Bildschirmfotos von den betreffenden Äußerungen oder Bildern. Informieren Sie anschließend den Betreiber der Seite mit der Melde-Funktion. Dieser muss die entsprechenden Inhalte dann löschen. Er kann den Belästiger auch von der Community ausschließen. Schalten Sie bei Gewaltandrohungen oder tätlichen Übergriffen die Polizei ein!

  • TIPP:
    Oft stecken Streitigkeiten in der Schule oder eine problematische Klassensituation hinter solchen Mobbingattacken. Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber und informieren Sie ggf. gemeinsam Lehrer oder Lehrerin.

5. Wie reagiere ich auf problematische Internetbekanntschaften?

Vorsicht vor falschen Freunden! Sie sollten – wie in der realen Welt – auch im Internet die Räume kennen, in denen sich ihr Kinder bewegt. Seien Sie offen für das, was es tut. Besprechen Sie mit ihm, mit wem es in Kontakt ist. Machen Sie Ihr Kind darauf aufmerksam, dass ein gesundes Misstrauen sinnvoll ist: Der Chat-Partner ist manchmal nicht der, für den er sich ausgibt. Sexuelle Belästigung durch Chat-Partner ist leider nie ganz auszuschließen. Gerade beim Chatten ist Vorsicht geboten, wenn eine Netzbekanntschaft übertriebene Komplimente macht oder zu irgendetwas zu überreden versucht. Ihr Kind sollte den Kontakt sofort abbrechen, wenn die Fragen unangenehm werden oder es sich bedrängt fühlt. Weitere Informationen dazu auf www.chatten-ohne-risiko.net.

  • TIPP:
    Lassen Sie Ihr Kind niemals ohne erwachsene Begleitung zu einem Treffen mit einem Online-Freund gehen!

6. Wie wird in Sozialen Netzwerken geworben?

Werbung in Sozialen Netzwerken gibt es in verschiedenen Formen: Banner, Anzeigen oder Kooperationen mit Werbepartnern. Hierüber können Seitenbetreiber Nutzer-Informationen sammeln und auswerten – z.B. wie häufig auf ein Banner geklickt wurde.

Zusatz-Programme – wie Spiele oder Umfragen – werden in der Regel von Drittanbietern zur Verfügung gestellt. Nutzt Ihr Kind diese Anwendungen, so können diese Drittanbieter auf sein Profil zugreifen. Umso wichtiger ist es, bei der Auswahl der Spiele und Anwendungen vorsichtig zu sein und so wenige Daten wie möglich im Profil zu veröffentlichen.

  • TIPP:
    Grundsätzlich Achten Sie darauf, dass keine personalisierte Werbung im Profil Ihres Kindes geschaltet wird: innerhalb der Sicherheitseinstellungen kann dies angeklickt werden. Verzichten Sie auf die Nutzung von Apps, die persönliche Informationen über Ihr Kind abrufen.

7. Welche Folgen hat eine Gruppenmitgliedschaft oder der „Like“-Button?

„Gefällt mir!“ - Wirklich? Oft geben Kinder im Netzwerk sehr viele Informationen preis, weil sie die Folgen nicht einschätzen können. Die Mitgliedschaft in Gruppen beispielsweise ist standardmäßig für andere im eigenen Profil sichtbar. Das ermöglicht Anderen Einblicke in die Vorlieben und Interessen Ihres Kindes. Dies gilt auch für den „Like“-Button, mit dem Meldungen oder Internetseiten kommentiert werden. Mit dem „Like“-Button können Daten über die Vorlieben der Nutzer nicht nur im eigenen Netzwerk, sondern im ganzen Internet gesammelt werden.

Reden Sie mit Ihrem Kind darüber, dass man private Dinge nicht jedem verrät, auch nicht in Sozialen Netzwerken. Gruppen, denen es aus Spaß beigetreten ist, können sich negativ auf sein Online-Erscheinungsbild auswirken. Ihr Kind sollte sich deshalb gut überlegen, welchen Gruppen es beitreten möchte. Einige Anbieter ermöglichen es auch, die Gruppenmitgliedschaft im Profil zu verbergen.

  • TIPP:
    Manche Netzwerkbetreiber bieten die Funktion „Meine Seite für Andere“ an, mit der man sein Profil aus der Perspektive eines anderen Nutzers kontrollieren kann.

8. Was passiert beim Adressbuch-Abgleich …?

Meine Freunde sind auch deine Freunde … Mit dem Adressbuch-Abgleich werden alle Adressen aus dem persönlichen E-Mail-Konto an das Netzwerk weitergegeben.  Dafür muss allerdings das Passwort für das persönliche E-Mail-Konto eingegeben werden. Bei manchen Netzwerken werden die Adressdaten dazu genutzt, Freunde oder Bekannte Ihres Kindes anzuwerben. Vorsichtig sollte Ihr Kind auch bei der Handy-Synchronisation sein: Dabei wird die Adressliste aus dem Handy an den Netzwerkanbieter übertragen. Die Freunde und Bekannte Ihres Kindes werden nicht über diese Verwendung ihrer persönlichen Daten informiert!

  • TIPP:
    Hier steht jeder in der Verantwortung, sicher mit den persönlichen Daten Dritter umzugehen. Fragen Sie Ihr Kind, ob es auch im wirklichen Leben einfach so Name und Adresse eines Freundes einem Fremden geben würde! Es sollte bei der Anmeldung genau darauf achten, welche Angaben wirklich notwendig sind.

8. …oder bei der Verwendung von Ortungsdiensten?

Internetfähige Smartphones ermöglichen die Nutzung von Ortungsdiensten (z.B. Facebooks „Orte“). Dabei wird der aktuelle Aufenthaltsort mit Hilfe des Handys auf dem Profil veröffentlicht. Die Anwendung legt ein Bewegungsprofil an, auf das andere Nutzer Zugriff haben.

  • TIPP:
    Will Ihr Kind wirklich, dass jeder sehen kann, bei welcher Freundin es gerade ist? Oder bei welchem Freund es vorgestern war? Die ständige Auffindbarkeit ist ein großer Eingriff nicht nur in die Privatsphäre, sondern auch in die Sicherheit. Funktionen wie „Orte“ auf Facebook sollten allerhöchstens für gute Freunde sichtbar sein.

9. Wie kann mein Kind seine Mitgliedschaft beenden?

Die Mitgliedschaft in einem Sozialen Netzwerk kann jederzeit beendet werden. Dabei sollte die Mitgliedschaft nicht nur deaktiviert, sondern tatsächlich gekündigt werden: Damit werden alle veröffentlichten Daten gelöscht.

  • TIPP:
    Ist Ihr Kind noch minderjährig und ohne Ihre Erlaubnis Mitglied eines Netzwerks geworden, können Sie das dem Betreiber melden. Er muss das Profil Ihres Kindes umgehend entfernen.

10. Wie kann ich mein Kind im Internet begleiten?

Begleiten Sie Ihr Kind bei seinen Erfahrungen bis es Klick gemacht hat – auch, um es bei Bedarf schützen zu können. Zeigen Sie Interesse an den Aktivitäten und nehmen Sie ab und zu daran teil. Suchen Sie altersgerechte und geeignete Netzwerkangebote und vereinbaren Sie dann mit Ihrem Kind, wo es Mitglied werden kann. Lassen Sie sich sein Profil zeigen und legen Sie klare Regeln für die Online-Zeiten fest. Achten Sie zudem auf ein gesundes Verhältnis zwischen „echten“ Freunden und Online-Freunden, die Ihr Kind nicht persönlich kennt.

  • TIPP:
    Erstellen Sie ein eigenes Profil in einem Sozialen Netzwerk und lassen Sie sich dabei von Ihrem Kind helfen. So sehen Sie, wie viel es über Sicherheit weiß, und kommen leichter über mögliche Risiken ins Gespräch.

Wo finden ich Hilfe?

Unter www.klicksafe.de bieten wir Ihnen weiterführende Informationen, Leitfäden zu Sicherheitseinstellungen sowie Ratgeber-Videos zur sicheren Nutzung der in Deutschland beliebten Netzwerke an.

  • Nummer gegen Kummer e.V.
    Das Kinder- und Jugendtelefon und das Elterntelefon von Nummer gegen Kummer e.V. sind anonyme und kostenlose Beratungsangebote zu allen Themen und speziell zu Web-Sorgen. Für Kinder- und Jugendliche gibt es darüber hinaus eine em@il-Beratung im Internet. Samstags beraten auch Jugendliche.

  • Unter www.jugendschutz.net oder www.internetbeschwerdestelle.de können Sie illegale, jugendgefährdende oder entwicklungsbeeinträchtigende Inhalte melden und sich zum Thema Jugendschutz im Internet informieren.

  • Anbieter der Sozialen Netzwerke:
    Bei einigen Anbietern stehen Ihnen die Jugendschutzbeauftragten für Fragen telefonisch oder per E-Mail zur Verfügung bzw. bieten Ihnen Informationen zum Datenschutz auf dem Portal an. Diese Informationen finden Sie meist im unteren Teil der Startseite.

Die Tipps zum Downloaden!

Sicherer in Sozialen Netzwerken: Tipps für Eltern

Kooperationspartner:
Diese Broschüre wurde in Zusammenarbeit mit wer-kennt-wen.de erarbeitet.

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Jugendliche
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Hol dir Infos!

Tipps von jugendschutz.net:

Informiere dich vor der Anmeldung über Sicherheitsfunktionen, Beschwerdemöglichkeit und Kosten.

Schütz deine Daten!

Bei der Anmeldung nur das Nötigste angeben. Das Profil möglichst nur Freunden zugänglich machen und darin nicht zu viel preisgeben. Auf Fotos besser nicht erkennbar sein (z.B. mit Sonnenbrille).

Bleib misstrauisch!

Du weißt nie, wer wirklich hinter einer Internet-Bekanntschaft steckt – Profilfotos können geklaut sein. Keine Fremden als Freunde annehmen. Nicht auf unbekannte Links klicken.

Geh nicht allein!

Bekannte aus dem Internet niemals alleine treffen! Am besten Eltern mitnehmen und öffentlichen Ort wählen.

Lass dir nichts gefallen!

Bei komischen oder unangenehmen Nachrichten und Beiträgen: Kontakt abbrechen, Inhalte und User melden und mit den Eltern reden!

Aktiv werden gegen Mobbing!

Nicht mitmachen bei Lästereien. Fordere andere auf, mit den Beleidigungen aufzuhören oder informiere den Betreiber.

Beachte Spielregeln!

Keine ekligen Dinge einstellen oder verschicken. Keine Bilder von anderen hochladen, ohne sie vorher zu fragen. Auch Bilder von Stars sind meist urheberrechtlich geschützt.

Die Tipps von jugendschutz.net zum Downloaden!

Weitere Informationen
Text und Bild

Das Faltblatt „Sicher vernetzt“ von jugendschutz.net informiert über Chancen und Risiken.

Text und Bild

www.surfer-haben-rechte.de
Infoportal der Verbraucherzentrale Bundesverband.

chatten-ohne-risiko.net - ausführliche Sicherheitstipps zum Chatten und Instant Messaging.

Videos und mehr …
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  • Chris | 16.06.2013 um 18:08 Uhr:

    warum hat man mich aus facebook verbannt? und seit wann muß ich die Telefonnummer abgeben? ich finde das nicht sehr schön, daß ich nicht mehr mit Freunden kommunizieren kann, warum?

  • klicksafe-Besucher | 03.10.2012 um 12:56 Uhr:

    ich will mich nicht anmelden bei irgendeinem sozialen netzwerk, was kann ich tun, damit beim spielen nichts mehr kommt, das kotzt mich so an

    • klicksafe-Team | 08.10.2012 um 11:29 Uhr:

      Leider werden vor allem über die persönlichen Bekannten und Freunde und automatische Dienste sehr viele solche Anfragen verschickt. Ein Hinweis an die Freunde kann schon ein wenig helfen.

      Viele Grüße

      Das klicksafe-Team