Kinder- und Jugendärzte fordern: Kein Handy vor elf Jahren

Aktuell berichten viele Zeitungen und Nachrichtenportale über eine Forderung des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte. Sie lautet: Kinder sollten vor dem elften Lebensjahr kein eigenes Handy haben. Viele Eltern fragen sich, ob diese Forderung heutzutage noch realistisch ist.

Anlass für die bundesweite Berichterstattung ist ein Interview, das der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte e. V., Dr. med. Thomas Fischbach, der Neuen Osnabrücker Zeitung gab. Darin mahnt er an, dass Kinder nicht zu früh mit digitalen Medien in Berührung kommen sollten. Unter anderem heißt es in dem Interview: „Eltern bringen ihren Kindern nicht mehr bei zu spielen oder sich sinnvoll zu beschäftigen, sondern parken den Nachwuchs vor den Geräten. Teilweise am Essenstisch! Ein furchtbarer Trend mit katastrophalen Folgen für die kindliche Entwicklung.“ Die schulische Leistung und die allgemeine Konzentrationsfähigkeit leide immens unter der zu frühen Nutzung von digitalen Medien, weshalb diese so weit wie möglich hinausgeschoben werden sollte.

Viele Eltern sind verunsichert, wann der richtige Zeitpunkt ist, ihre Kinder mit einem Handy auszustatten. Nicht alle Kinder entwickeln sich gleich schnell. Daher sind pauschale Altersempfehlungen immer mit Vorsicht zu genießen und sollten nur als genereller Richtwert verstanden werden. Mit der klicksafe-Checkliste„Ist mein Kind fit für ein eigenes Smartphone“ (verfügbar in Deutsch, Türkisch, Arabisch und Russisch) können Eltern für jedes Kind individuell prüfen, ob ein eigenes Smartphone guten Gewissens angeschafft werden kann. Wichtig ist dann auch, den Nachwuchs bei der Handynutzung aufmerksam zu begleiten und zu unterstützen.

Wenn das eigene Smartphone einmal da ist, tun sich gleich die nächsten Fragen auf. Welche Apps sind kindgerecht? Wo lauern Kostenfallen? Ist mein Kind „handysüchtig“? Diese und noch viel mehr Fragen werden in der klicksafe-Broschüre „Smart mobil?! – Ein Ratgeber zu Handys Apps und mobilen Netzen für Eltern und andere Interessierte“ beantwortet. Die Broschüre steht kostenlos als Download oder zum Bestellen zur Verfügung.

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