klicksafe Preis 2021 – Stark gegen Vorurteile

Vorurteile schwingen, nicht immer direkt wahrnehmbar, in vielen Inhalten mit, die online verbreitet werden. Zu einer individuellen und gesamtgesellschaftlichen Gefahr wird das spätestens dann, wenn extremistische Akteure mit gezielter Desinformation daran anknüpfen und so einzelne Menschen oder ganze Gruppen zu Feindbildern aufbauen.

Unter dem Motto „Stark gegen Vorurteile“ würdigt der klicksafe Preis in diesem Jahr digitale Angebote, die unsere Gesellschaft stark gegen solche Feindbilder machen – indem sie durch Aufklärung und Informationen Vorurteile entkräften und extremistischer Desinformation die Grundlage entziehen.

Das sind die Nominierten für den klicksafe Preis 2021

Was ihr nicht seht

Der Instagram-Account @wasihrnichtseht wurde 2020 ins Leben gerufen und hat es sich zum Ziel gesetzt, den strukturellen gesellschaftlichen Alltagsrassismus in Deutschland sichtbar zu machen und Betroffenen eine Plattform zu geben, auf der sie ihre Geschichten erzählen können. Gleichzeitig werden alle Nutzerinnen und Nutzer dazu angeregt, ihr eigenes Verhalten zu reflektieren.

Die beste Instanz

Als Reaktion auf die kritisierte WDR-Sendung „Die letzte Instanz“, in der eine rein weiße Talkrunde unter anderem über Rassismus diskutierte, produzierte Comedienne Enissa Amani eine eigene YouTube-Sendung mit dem Namen „Die beste Instanz“, in der sie mit fünf Expertinnen und Experten zu Themen wie Rassismus, Antiziganismus und Antisemitismus spricht und diskutiert.

Naber? Was geht! – Dein Weg, deine Story

Die Reportagereihe „Naber? Was geht!“ – Dein Weg, Deine Story“ erzählt in zehnminütigen YouTube-Porträts und auf dem dazugehörigen Instagram-Kanalnaberwasgeht“ die individuellen Geschichten und Werdegänge von jungen Frauen mit türkischen und kurdischen Einwanderungsgeschichten. Ziel des Projektes ist es, durch inspirierende Beispiele Menschen mit ähnlichen Hintergründen zu empowern.

Riccardo Simonetti Initiative

Toleranz und Verständnis fördern und einen Ort schaffen, an dem sich alle verstanden, gehört und ernstgenommen fühlen - das sind die Ziele der Riccardo Simonetti Initiative. Auf dem gleichnamigen Instagram-Account und in der analogen Welt leistet sie Aufklärungsarbeit, vermittelt Informationen, sensibilisiert und schafft Sichtbarkeit für marginalisierte und benachteiligte Menschengruppen.

Datteltaeter

Stereotype mit Satire den Kampf ansagen - das ist das Ziel des funk-Formats Datteltäter und ihrem selbst ernannten "Satire-Kalifat". Auf YouTube und in den sozialen Netzwerken nehmen sie kulturelle Klischees aufs Korn, räumen auf amüsante Weise mit Vorurteilen auf und beschäftigen sich mit dem deutsch-muslimischen Selbstverständnis.

PublikumsLike - Jetzt abstimmen!

In diesem Jahr haben alle Internetnutzer*innen die Möglichkeit, beim klicksafe Preis für ihr Lieblingsformat abzustimmen. Das Online-Voting läuft bis zum 09.08.21. Wer den PublikumsLike gewonnen hat, verkünden wir am 10.08.2021.

  • Was ihr nicht seht

    Was ihr nicht seht

    Den alltäglichen Rassismus sichtbar machen, Betroffenen eine Plattform und Sichtbarkeit bieten und Nicht-Betroffene zur Reflexion des eigenen Verhaltens anregen – dafür ist „Was ihr nicht seht“ für den klicksafe Preis 2021 nominiert.

  • Die beste Instanz

    Die beste Instanz

    Expertise statt Meinung sprechen lassen – das ermöglicht Enissa Amani in ihrer Sendung „Die beste Instanz“ und ist dafür für den klicksafe Preis 2021 nominiert.

     

  • Riccardo Simonetti Initiative

    Riccardo Simonetti Initiative

    Diversität sichtbar machen und die Welt – online und offline – zu einem inklusiveren Ort machen – dafür ist die Riccardo Simonetti Initiative für den klicksafe Preis 2021 nominiert.

     

  • Naber? Was geht!

    Naber? Was geht!

    Die Fokussierung auf starke und inspirierende Frauen schafft eine Identifikationsfläche für junge Personen mit ähnlichen Geschichten und fördert so deren Empowerment. Dafür ist „naber? Was geht!“ für den klicksafe Preis 2021 nominiert.

     

  • Datteltäter

    Datteltäter

    Für ihren Ansatz, auf satirische Weise die Perspektiven von Betroffenen aufzuzeigen und dadurch Vorurteile und Feindbilder abzubauen, sind die „Datteltäter“ für den klicksafe Preis 2021 nominiert.

     

Für die Abstimmung wird ein dauerhaftes Cookie (simplePoll) verwendet, welches ein mehrmaliges Abstimmen erschweren soll. Dieses Cookie wird zum Ende des Abstimmungszeitraums gelöscht.
Weitere Information zum Datenschutz finden sich unter klicksafe.de/datenschutz.

klicksafe Preis 2021: Die Jury

Saba-Nur Cheema

Saba-Nur Cheema ist Politikwissenschaftlerin und seit 2015 Leiterin der pädagogischen Programme und Projekte der Bildungsstätte Anne Frank. Daneben lehrt sie an der Frankfurt University of Applied Sciences und berät die Bundesregierung im Kampf gegen antimuslimischen Rassismus.

Nadine Eikenbusch

Nadine Eikenbusch ist seit 2018 klicksafe-Referentin bei der Landesanstalt für Medien NRW. Ihre Schwerpunktthemen sind Cybermobbing, Hate Speech, Umgang mit dem Smartphone und Medienabhängigkeit. In ihrem Berufsalltag ist sie an inhaltlichen Themen des Projektes beteiligt, steht für Interviewanfragen zur Verfügung und wirkt an Kampagnen und Aktionen wie dem Safer Internet Day mit.

Jonathan Focke

Jonathan Focke ist seit 2016 Redakteur im Digitalteam von Quarks und dort unter anderem für die Betreuung des Instagram Kanals "quarks.de" zuständig, der 2020 den klicksafe Preis in den Kategorien Jurypreis und PublikumsLike gewonnen hat. Außerdem gehört er zum Moderationsteam der Quarks-Wissensreihe "Corona in fünf Minuten - Fakten statt Fake News" und präsentiert den Quarks-Podcast "ScienceCops", in dem er gemeinsam mit Maximilian Doeckel wissenschaftliche Desinformationen aufdeckt und richtigstellt.

Über den klicksafe Preis

Der klicksafe Preis wird seit 2006 verliehen. Ausgezeichnet werden neue und kreative Formate, die sich für einen fairen und respektvollen Umgang im Netz, für digitale Rechte, gleichberechtigte Teilhabe und Selbstbestimmung sowie für Aufklärung gegen Missstände und für Gleichberechtigung einsetzen.

Nominiert werden können digitale Angebote, die zu gesellschaftlichem Engagement anregen, eine hohe Reichweite erzielen, für Nutzerinnen und Nutzer leicht zugänglich und zielgruppengerecht gestaltet sind, auch in Schulen oder anderen Bildungseinrichtungen behandelt werden können und keine wirtschaftlichen Interessen verfolgen.

Mit Blick auf aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen wird außerdem ein jährlich wechselnder thematischer Schwerpunkt gesetzt: Der klicksafe Preis 2021 steht unter dem Motto „Stark gegen Vorurteile“.