(Glücks)Spiel-App „Coin Master“ für Kinder ungeeignet!

Letzte Woche setzte sich die Sendung Neo Magazin Royale kritisch mit dem Spiel- und Marketingkonzept der App „Coin Master“ auseinander. Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) hat die Spiel-App nun in ein Indizierungsverfahren genommen.

Coin Master sei ein "Gesellschaftsspiel" zum Zocken mit Freunden und Familie, so wirbt Influencerin Bibi in einem YouTube-Video. Auch andere TV- und YouTube-Stars wie Simon Desue, Enisa, die Prankbros, Dieter Bohlen, Daniela Katzenberger und Pietro Lombardi preisen Coin Master in Werbetrailern an. Solche Trailer werden vorwiegend in Spiele-Apps gezeigt, die bei Kindern beliebt sind. Durch das massive Influencer-Marketing und das kindliche Design der App werden offenkundig junge Spielerinnen und Spieler angesprochen, Coin Master ist jedoch alles andere als kindgerecht!

Das gemeinsame Kompetenzzentrum von Bund und Ländern für den Schutz von Kindern und Jugendlichen im Internet jugendschutz.net warnte bereits im Juni 2019, dass Coin Master nicht in Kinderhände gehöre. Denn: Coin Master bedient sich eines klassischen Glücksspielelements – der Slot Machine (Spielautomat). Nur durch Spins, also Betätigung des Automaten, kommt man im Spiel weiter – sind Spins verbraucht, bleiben nur In-App-Käufe oder ständiger Werbekonsum, um lange Wartezeiten zu vermeiden. Außerdem versendet die App bereits während der ersten Spielminuten Tracking-IDs an mehrere Marktanalysten und Facebook.

Im Google Play Store ist die App mittlerweile mit USK 16 eingestuft.

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