Browsergames

Um ein Browsergame nutzen zu können, benötigt der Spieler einen Internetzugang sowie einen aktuellen Internet-Browser (z.B. Internet Explorer, Google Chrome, Opera oder Firefox). Die Spiele stehen meist direkt auf der Webseite des Anbieters bereit, Software muss zum Spielen nicht auf dem eigenen Rechner installiert werden, das gesamte Spiel wird online gespielt und gespeichert. Browsergames beschäftigen sich mit dem gesamten Spektrum an Themen, die auch von anderen Genres behandelt werden. Vom Fußballmanager über das Mafia-Spiel bis hin zu einer Bauernhofsimulation findet sich mittlerweile für jeden Spielgeschmack das passende Thema. Grafisch sind Browsergames meist eher schlicht gehalten, aufwendige grafische Animationen oder Videos kommen in diesem Genre eher selten vor.

Einen Unterbereich der Browsergames bilden die Flash Games, welche die Installation eines entsprechenden Programms, also einer Erweiterung (Plug-in) im Browser voraussetzen. Es existiert eine Reihe von deutschen und internationalen Portalen, die eine Fülle dieser Gelegenheitsspiele präsentieren, und die bei Heranwachsenden (aber auch Erwachsenen) beliebt sind. Für Kinder zwischen sechs und 13 Jahren gehört z. B. die Seite www.spielaffe.de (eine Sammlung von diversen Spielen unterschiedlicher Kategorien) zu den beliebtesten Internetseiten. Die Betreiber dieses Portals sammeln bzw. verlinken auf Spiele von Herstellern aus aller Welt. Dies kann dazu führen, dass sich Kinder mit sprachlichen Hürden konfrontiert sehen, weil die Spielanleitungen auf Englisch, Französisch oder Japanisch formuliert sind.

Social Games sind ein noch relativ junges Genre. Die Spiele dieses Genres sind zumeist kleine, kostenlose Programme, die über den Internetbrowser wie den Internetexplorer oder Firefox gespielt werden können und dabei in soziale Netzwerke wie z.B. Facebook eingebunden sind. Für die Teilnahme an diesen Spielen ist eine Mitgliedschaft im jeweiligen Sozialen Netzwerk notwendig. Spielerfolge werden anderen Teilnehmern des Netzwerkes auf deren Startseite mitgeteilt, über die Kommunikationsmöglichkeiten der sozialen Plattform kann schnell Kontakt zu anderen Spielern aufgebaut werden, der direkte Vergleich mit anderen Spielen ist allgegenwärtig. Die Ebene des Spiels und die Ebene der sozialen Plattform sind dabei nicht explizit getrennt, das Spiel verschmilzt mit der darüber hinaus gehenden sozialen Interaktion. Social Games sprechen auch Personen an, die ansonsten noch keine Berührung mit digitalen Spielen hatten. Durch die permanente Präsenz dieser Spiele im Alltag von Sozialen Netzwerken, entsteht ein Schneeballprinzip, das auch viele Nicht-Spieler auf diese Art Spiele neugierig macht. Der Vergleich mit Freunden, Bekannten und anderen Spielern in Bestenlisten und die permanente Präsenz der Spielergebnisse beim Besuch der sozialen Plattform machen für viele Spieler einen Großteil der Faszination beim Spiel aus.

Candy Crush Saga pädagogisch geprüft | Spieleratgeber-NRW

Hay Day pädagogisch geprüft | Spieleratgeber-NRW

Faszination

Browsergames sind immer verfügbar und werden meist gratis angeboten. Deshalb sind sie bei Kindern und Jugendlichen beliebt. Bei manchen Genrevertretern ist der soziale Faktor von entscheidender Bedeutung. Allein auf sich gestellt, kann der Spieler im Mehrspieler- Browsergame meistens keinen Erfolg haben, er muss sich also mit anderen Spielern zusammenschließen und in der virtuellen Welt erfolgreich sein zu können. Dass manche virtuelle Welten einem ständigen Wandel unterworfen sind, auch wenn der Spieler nicht eingeloggt ist, empfinden die meisten Spieler als äußerst spannend. Viele Jugendliche besitzen allerdings noch keine ausreichende Selbstregulierung ihrer Spielzeiten, dies kann im schlimmsten Fall zu einem exzessiven Spielkonsum führen.

Hinweis für Eltern

Spiele, die nur Online erhältlich sind, tragen kein gesetzliches Alterskennzeichen der USK. Daher müssen sich Eltern auf pädagogischen Ergänzungsplattformen wie dem Spieleratgeber-NRW informieren, welche Inhalte vorkommen und ab wann ein Spiel genutzt werden kann. Der Spielerfolg in vielen Browsergames hängt in der Regel stark von der aufgewendeten Zeit des Spielers ab, weshalb Browsergames sehr zeitaufwendig sind. Spielerfolge sind nur mit der permanenten Anwesenheit in der Spielwelt zu erzielen, gerade bei Kindern und Jugendlichen können realweltliche Verpflichtungen wie Schule oder Hobbys schnell darunter leiden. (Hinweis zum Exzessiven Spielen).

Auch über die Preisgabe von persönlicher Daten auf Sozialen Netzwerken sollte mit Heranwachsenden gesprochen werden, denn nicht immer ist es vorteilhaft, wenn das persönliche Spielverhalten von außen nachvollzogen werden kann (Hinweis zum Datenschutz in Games).

Zusätzlich sind die Geschäftsmodelle von Social Games schon für Kinder und Jugendliche nicht immer durchschaubar, ähnlich wie bei Handy-Abos lauern hier Kostenfallen, über die sie mit den Heranwachsenden sprechen sollten. (Hinweis zum Verbraucherschutz)