Was ist Instagram?

Instagram gehört nach wie vor zu einem der beliebtesten Sozialen Netzwerken. Auf der Social-Media-Plattform „Insta“, wie es Jugendliche auch nennen, kann man mittlerweile weitaus mehr als nur Bilder und Videos teilen. Nutzende ab 13 Jahren können ihrer Kreativität bei der Verwendung von Funktionen wie Stories und Reels freien Lauf lassen. Allerdings bergen diese Funktionen auch einige Risiken. Jugendliche stehen unter dem Druck sich mit Anderen messen zu müssen. Die zur Verfügung stehenden Bearbeitungsfilter verstärken diesen Druck zusätzlich. Die „Schönheitsfilter“ können Gesichter so verzerren, dass man sich selbst nicht mehr wiedererkennt. Es ist wichtig Kinder frühzeitig dafür zu sensibilisieren und deutlich zu machen, dass nicht alles was sie online sehen, der Realität entspricht. Hierbei kann unter anderem unser Material „Selfies, Sexting, Selbstdarstellung“ Hilfestellung leisten.

Ähnlich wie bei anderen Social-Networks können sich Nutzende nach dem Instagram Login eigene Profile anlegen. Hier kann man ein Profilbild und einige persönliche Daten, wie den Wohnort oder bestimmte Vorlieben eingeben. Im Profil werden dann alle hochgeladenen Beiträge gespeichert, die je nach Privatsphäre-Einstellungen, für andere Nutzer*innen einsehbar sind. Für minderjährige Nutzer*innen gilt seit August 2021 die Voreinstellung „privates Konto“. So kann man selbst entscheiden wer die eigenen Inhalte sehen darf. Diese Einstellung kann allerdings jederzeit wieder selbst geändert werden, so dass das Profil öffentlich ist. Eltern sollten unbedingt darauf achten, dass Jugendliche das „private Konto“ beibehalten und nicht zu viel von sich preisgeben. So kann Risiken wie ungewollter Kontaktaufnahme und Cybergrooming vorgebeugt werden. Sollten Jugendliche trotzdem mit unangemessen Beiträgen oder Nachrichten konfrontiert werden, bietet Instagram die Möglichkeit Beiträge, Konten oder Nachrichten zu blockieren und/ oder zu melden. So werden sie nicht mehr angezeigt und eventuell sogar von Instagram vollständig gelöscht.

Unabhängig von den Bildern und Videos anderer Nutzer*innen sollten Jugendliche auch besonders darauf achten, was sie selbst in Instagram hochladen. Um sich hier sicherer zu fühlen, können Sie sich als Eltern und die Jugendlichen selbst beispielsweise folgende Fragen stellen:

  • Lässt das Bild Rückschlüsse auf den Wohnort oder Ähnliches ziehen?
  • Ist der Beitrag eventuell zu freizügig?
  • Sieht man auf der Datei Personen, die man vorher nicht um Einverständnis gefragt hat?

Kann man eine oder mehrere der Fragen mit ja beantworten, sollte man von einer Veröffentlichung absehen. So können viele Probleme umgangen werden.

Die Beiträge der Personen denen man „folgt“, werden im sogenannten Instagram-Feed angezeigt. Sie können geliket, kommentiert oder geteilt werden. Sortiert werden können sie nach dem dem Tag der Veröffentlichung, den Beiträgen von „Favoriten“ oder standartgemäß durch einen Algorithmus. Instagram entscheidet anhand der bereits gesammelten Daten über eine Person, welche Beiträge für diese eher interessant sein könnten. Diese Daten sammelt Instagram unabhängig von den persönlich eingestellten Datenschutz- oder Privatsphäre-Einstellungen.

Sichere Nutzung von Instagram

Privatsphäre- und Datenschutz

Die wichtigste Funktion bei Instagram, um die eigene Privatsphäre zu schützen, ist die Umstellung eines öffentlichen Profils auf ein privates. Dies ist über einen einzigen Klick in den Einstellungen der App möglich. So kann man durch Ablehnen oder Annahme von „Aboanfragen“ selbst entscheiden, wer die eigenen Inhalte sehen darf. Abgelehnte Personen können weiterhin Kontakt über die Chatfunktion aufnehmen. Die Nachrichten werden allerdings auch als Anfragen angezeigt, bei denen man die Möglichkeit hat diese vor dem Lesen zu löschen.

Seit Juli 2021 ist das private Konto bei Nutzer*innen unter 18 Jahren Standarteinstellung. So versucht Instagram stärker gegen ungewollte Kontaktanfragen von meist Erwachsenen vorzugehen. Allerdings kann diese Einstellung im Nachhinein immer wieder geändert werden.

Sicherheit und Login

Nach der Registrierung ist es ratsam die Zweistufige Authentifizierung einzustellen. So schützt man das eigene Konto zusätzlich, neben einem sicheren Passwort, vor Fremden. Sollte sich jemand über ein „fremdes“ Gerät in das eigene Konto einloggen, bekommt man eine SMS mit einem Anmeldecode zugesendet, den man für den Login benötigt.

Inhalte verwalten

Nutzer*innen haben die Möglichkeit Kommentare von bestimmten Personen zu blockieren oder Kommentare unter Beiträgen komplett auszublenden. Zusätzlich lassen sich unterschiedliche Filter aktivieren, um automatisch beleidigende Kommentare zu verbergen. Auch Kommentare, die Wörter enthalten, die Instagram am häufigsten gemeldet werden, können verborgen werden. Gibt es bestimmte Wörter, die nicht unter eigenen Beiträgen auftauchen sollen, so kann auch ein manueller Filter aktiviert werden.

Problematische Inhalte melden

Cybermobbing, in Form von beleidigenden und unangemessenen Kommentaren, tritt innerhalb der Instagram-Community auf. Wer sich auf Instagram durch Andere belästigt fühlt, zum Beispiel durch unerwünschte Nachrichten oder Posts, hat mit der Funktion „Blockieren“ eine einfache Möglichkeit hier Abhilfe zu schaffen.
Das eigene Instagram-Profil und die eigenen Posts sind für blockierte Nutzer*innen nicht (mehr) einsehbar. Direkte Nachrichten können diese auch nicht mehr versenden. Dies gilt allerdings auch umgekehrt, d.h. man selbst ist ebenfalls nicht mehr in der Lage, die Instagram-Seite des anderen zu sehen und persönliche Nachrichten zu schicken.
Blockiert man eine Person, wird diese nicht über diesen Schritt informiert. Es ist aber natürlich möglich, dass der blockierten Person auffällt, dass man z.B. über die Profilsuche nicht mehr aufzufinden ist.

Neben der Option Nutzer*innen zu blockieren, gibt es eine weitere Möglichkeit, problematische Inhalte auf Instagram nicht mehr angezeigt zu bekommen: man kann die entsprechenden Inhalte anonym melden und Instagram zur Löschung empfehlen. Gemeldet werden können hierbei nahezu alle Inhalte: komplette Profile, einzelne Posts oder persönliche Nachrichten.
Das Feld zum Melden eines Fotos , Videos oder Ähnlichem findet man fast immer am Beitrag selbst.

Nutzungszeiten verwalten

Um besser darauf achten zu können wie viel Zeit man in der App verbringt, stellt Instagram einige Funktionen zur Verfügung. Auf dem Profil hat man die Möglichkeit die eigene Aktivität einzusehen, die Nutzungszeiten durch Erinnerungen zu begrenzen und Push-Benachrichtigungen abzustellen. Diese Funktionen sind für Kinder und Jugendliche selbst, als auch für Eltern, sehr hilfreich, um das Nutzungsverhalten im Blick zu behalten.