Facebook sicher nutzen

Das Soziale Netzwerk Facebook gehört wie einige andere bei Kindern und Jugendlichen beliebte Anwendungen (Instagram und WhatsApp) zu dem Großkonzern Meta. Sie haben gemein, dass sie Nutzenden die Möglichkeit bieten sich mit anderen zu vernetzen.

Wer Facebook nutzen möchte, muss sich zunächst kostenlos registrieren. Dies ist ab einem Mindestalter von 13 Jahren, mit der Erlaubnis von Erziehungsberechtigen möglich. Ab 16 Jahren kann man das Soziale Netzwerk frei nutzen. Eine Altersverifizierung gibt es allerdings nicht. Neben einigen Pflichtangaben können User*innen bei der Profilerstellung bei vielen Feldern selbst entscheiden, ob sie diese Informationen bereitstellen möchten oder nicht. Hierbei sollte man es bei so wenig Infos wie möglich belassen.

Geben Kinder und Jugendliche zu viel über sich Preis, besteht das Risiko von ungewollter Kontaktaufnahme. Nehmen Sie sich gemeinsam mit Ihren Kindern die Zeit, deren Facebook-Profil auf Privatsphäre- und Datenschutzeinstellungen zu überprüfen, um Gefahren vorzubeugen. Hierbei bietet saferinternet.at mit der Schritt-für-Schritt-Anleitung Hilfe.

Privatsphäre und Sicherheit

Um die Privatsphäre- und Datenschutzeinstellungen zu überprüfen bietet Facebook den sogenannten „Privatsphäre-Check“ an. Hier wird man durch alle möglichen Optionen durchgeführt. Man kann zum Beispiel genau bestimmen, wer sehen darf was man postet oder wie man in Facebook gefunden werden kann. Werden hier alle Einstellungsmöglichkeiten sorgsam durchgearbeitet, können so gut wie alle eigenen Daten vor Fremden geschützt werden. Facebook selbst wird allerdings weiterhin einige Nutzungsdaten für den eigenen Gebrauch sammeln.

Im Bereich Sicherheit und Login kann man alles rund um die Anmeldung überprüfen. Nach der Registrierung ist es ratsam hier die Zweistufige Authentifizierung einzustellen. So schützt man das eigene Konto zusätzlich, neben einem sicheren Passwort, vor Fremden. Sollte sich jemand über ein „fremdes“ Gerät in das eigene Konto einloggen, wird diese Person nach einem zusätzlichen Passwort gefragt, welches man vorher gewählt hat.

Neben dieser Einstellung ist ein wichtiger Abschnitt im Bereich Sicherheit und Login noch die Übersicht über die angemeldeten Geräte. Hier sieht man die Geräte und den Standort auf denen man gerade eingeloggt ist, bzw. eingeloggt war. Das ist eine zusätzliche Möglichkeit zu überprüfen, ob jemand Fremdes Zugriff auf den eigenen Account hat.

Egal wie lange man Facebook schon nutzt, man sollte sich unbedingt die Persönlichen Einstellungen regelmäßig vornehmen. Diese findet man in der Browseransicht rechts oben im Dropdown unter „Einstellungen und Privatsphäre“. Hier kann man eine Vielzahl an Einstellungen nach eigenem Belieben einrichten. Im Hilfebereich bietet Facebook zudem Antworten auf jegliche Fragen zum Netzwerk und zur Nutzung. Dieser Bereich ist auch einsehbar, wenn man nicht bei dem Sozialen Netzwerk angemeldet oder registriert ist.

Facebook deaktivieren oder Account löschen

Einmal bei Facebook angemeldet macht es das Soziale Netzwerk einem etwas schwierig, das Konto wieder zu löschen. Bevorzugt wird Nutzer*innen angeboten, das Konto zu deaktivieren. So bleibt die Option offen, es zu einem späteren Zeitpunkt wieder zu aktivieren und zu nutzen. Sollte man das Konto dauerhaft löschen wollen, geht das über die Privatsphäre-Einstellungen unter „Deine Facebook-Informationen“. Sie sollten Kindern und Jugendlichen allerdings am besten vor der Registrierung deutlich machen, dass alle Daten die einmal mit dem Internet geteilt wurden, nicht mehr komplett gelöscht werden können. Facebook kann die bereits geteilten Daten auch nach dem Löschen des Kontos weiterhin speichern.

Blockieren und melden

Wer sich auf Facebook durch Andere belästigt fühlt, zum Beispiel durch unerwünschte Nachrichten oder Posts, hat mit der Funktion "Nutzer*in blockieren" eine einfache Möglichkeit hier Abhilfe zu schaffen. Blockierte Nutzer*innen können das eigene Facebook-Profil und die eigenen Posts nicht (mehr) sehen und sind auch nicht mehr in der Lage, direkte Nachrichten zu versenden. Dies gilt allerdings auch umgekehrt, d.h. man selbst ist ebenfalls nicht mehr in der Lage, die Facebook-Seite des anderen zu sehen und persönliche Nachrichten zu schicken. Blockiert man eine Person, wird diese nicht über diesen Schritt informiert. Bei saferinternet.at gibt es eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie man Nutzende blockiert.

Neben der Option Nutzer*innen zu blockieren, gibt es eine weitere Möglichkeit, problematische Inhalte auf Facebook nicht mehr angezeigt zu bekommen: man kann die entsprechenden Inhalte anonym melden und Facebook zur Löschung empfehlen. Gemeldet werden können hierbei nahezu alle Inhalte auf Facebook: komplette Profile, einzelne Posts oder persönliche Nachrichten, Gruppen, Bilder, Videos usw.. Das Feld zum Melden eines Fotos , Videos oder Ähnlichem findet man fast immer am Beitrag selbst. Sollte man hierbei Schwierigkeiten haben, findet man bei saferinternet.at eine ausführliche Erklärung.

Werbeanzeigen und Vernetzung mit anderen Apps

Facebook gehört, wie Instagram und Whatsapp, zum Großkonzert Meta. Kurzgefasst lässt sich sagen, dass alle Daten die in diesen Apps geteilt werden an einem Ort gespeichert werden. Somit kann Meta ein ausführliches Profil der Nutzenden erstellen. Lehnt man zum Beispiel die Standortortung in einem Netzwerk ab, hat diese aber in einem anderen aktiviert, ist der Standort trotzdem für alle Netzwerke einsehbar.
Diese Vernetzung wird vom Großkonzern auch für personalisierte Werbung genutzt. Zeigt man nur in einem Netzwerk Interesse an einer bestimmten Marke oder einem Artikel, wird Werbung dazu auch in den anderen Netzwerken ausgespielt. Je zielgenauer die Werbetreibenden ihre möglichen Kund*innen ansprechen können, umso mehr Geld ist ihnen eine Werbebotschaft wert. 

Um selbst zu entscheiden, welche Werbeanzeigen man sehen möchte, sollte man sich den Bereich „Werbeanzeigen“ vornehmen. Hier erhält man unter anderem die Möglichkeit, der Weitergabe von personenbezogenen Daten zu widersprechen. Im Hilfebereich werden alle Fragen rund um das Thema Werbeanzeigen genau erklärt.