Tarife

Um die richtige Tarif-Entscheidung zu treffen, sollte man sich vorher bewusst machen, wie viel man im Monat durchschnittlich telefoniert, surft und simst. Um die Auswahl zu erleichtern, gibt es online Tarifrechner, die Preise vergleichen und übersichtlich anzeigen. Zwei gute Preisvergleichsseiten sind www.handytarife.de und www.verivox.de.

Prepaid

Für Einsteigerinnen und Einsteiger eignet sich eine Prepaid-Karte. Prepaid bedeutet, dass das Guthaben des Smartphones mit einem bestimmten auch überschaubaren Betrag aufgeladen wird, der dann im Anschluss für Telefonate und SMS verbraucht werden kann. Ist das Guthaben verbraucht, können Gespräche oder SMS nur noch empfangen werden, bis das Guthaben erneut aufgeladen wird. Prepaid-Tarife haben keine feste Vertrags-Laufzeit und können jederzeit beendet werden.

Immer mehr Anbieter haben auch günstige und teilweise monatlich kündbare Pakete mit einer gewissen Zahl an Freiminuten oder Frei-SMS im Angebot. Auch diese können je nach Telefonierverhalten durchaus interessant sein. Besonders dann, wenn viele Freundinnen und Freunde denselben Anbieter nutzen – denn SMS oder Telefonanrufe im selben Telefonnetz sind dann vielfach umsonst möglich. Aber Achtung: ist das Kontingent an SMS oder Anrufen aufgebraucht, fallen wieder Kosten an. Zudem sind bestimmte Dienste oder auch Gespräche ins Ausland nicht Bestandteil des Pakets. Enthält das Paket auch mobiles Internet, wird ab einem bestimmten Verbrauch in der Regel die Geschwindigkeit, mit der das Internet genutzt werden kann, stark reduziert.

Vertrag

Auf folgende Punkte sollte man beim Abschluss eines Vertrages achten:

  • Flatrates: Für Vielschreiber, -telefonierer und -surfer lohnt sich eine Flatrate. Mit einer Flatrate zahlt man einen festen Betrag pro Monat und kann, je nach Flatrate, unbegrenzt telefonieren, simsen oder surfen. Eine Flatrate beinhaltet meist die Internetnutzung, Telefonie und den Versand von SMS. Um die individuell beste Flatrate zu ermitteln, sollte man die folgenden Punkte beachten:
  • Internetflatrates: Bei Internetflatrates ist auf die Volumenbegrenzung zu achten. Nimmt der Nutzer im Kalendermonat mehr als ein bestimmtes Datenvolumen in Anspruch, wird entweder die Surf-Geschwindigkeit reduziert oder aber es fallen, bei gleichbleibender Geschwindigkeit, hohe Zusatzkosten an. Wie hoch das monatliche Datenvolumen sein sollte, ist abhängig davon, für welche Zwecke man das mobile Internet nutzen möchte: Wer sich regelmäßig Videos auf dem Smartphone ansehen möchte, sollte ein möglichst großes Datenvolumen wählen (ca. 500MB/Monat). Geht es nur darum, ab und an auf Mails zuzugreifen und ins Internet zu gehen, ist ein geringes Datenvolumen ausreichend (ca. 200 MB/Monat).
  • Telefonflatrates: Die Telefonflatrate eines Anbieters beinhaltet neben dem eigenen Mobilfunknetz meist auch das deutsche Festnetz. Nicht mit eingeschlossen sind hingegen meist die restlichen Mobilfunknetze. In solch einem Fall kann dann eine Minute schnell bis zu 29 Cent kosten. Man sollte sich also darüber informieren, ob noch andere Netze in der Flatrate mit inbegriffen sind oder gegen welches Entgelt diese hinzu gebucht werden können. Zuvor sollte man sich klar machen, in welche Netze man häufig telefoniert.
  • SMS-Flatrate: Auch wenn heutzutage fast jeder WhatsApp nutzt (mehr zu WhatsApp hier), muss die eine oder andere SMS doch noch verschickt werden. Dies kann dann ziemlich schnell ziemlich teuer werden, wenn der Nutzer über keine SMS-Flatrate verfügt. Denn nicht selten kostet das Versenden einer SMS 19 Cent.

Oft wird ein Gerät mit einer monatlichen Abschlagszahlung zusammen mit einer Flatrate angeboten. Hier ist jedoch Vorsicht geboten, da ein "tolles" Gerät als Köder für einen wenig vorteilhaften Tarif fungieren kann. Zudem gilt es hier ganz besonders nochmals nachzurechnen, ob der Direktkauf des Smartphones nicht kostengünstiger ist, als die monatlichen Abschlagszahlungen.

  • Drosselung: Bei Internetflatrates ist auf die Volumenbegrenzung zu achten. D. h., wenn man innerhalb eines Kalendermonats mehr als ein bestimmtes Datenvolumen verbraucht, dann wird das Datenvolumen je nach Anbieter entweder für den Rest des Monats gedrosselt oder das Surfen bei gleicher Geschwindigkeit wird mit besonders hohen Zusatzkosten in Rechnung gestellt.
  • Freiminuten/Frei-SMS: Viele Verträge bieten für Anrufe in Mobilfunknetze und das deutsche Festnetz Freiminuten an. Sind diese Freiminuten aufgebraucht, bezahlt man für jede weitere Minute. Das kann sehr schnell sehr teuer werden. Zudem werden die Freiminuten oftmals im Minutentakt abgerechnet. Man telefoniert bspw. eine Minute und zehn Sekunden, es gehen aber zwei volle Freiminuten von dem Kontingent ab. Somit reduzieren sich die Freiminuten viel schneller, als gedacht. Bei Frei-SMS verbergen sich in der Regel keine versteckten Kosten.
  • Vertrag: Laufzeit & Kündigungsfrist: Die meisten Verträge haben eine Laufzeit von 12 oder 24 Monaten mit einer meist dreimonatigen Kündigungsfrist. An diese sollte man rechtzeitig denken, da sich sonst viele Verträge automatisch um die gleiche Laufzeit verlängern.
  • Kindertarife: Einige Mobilfunk-Anbieter bieten eigene Tarife speziell für Kinder und Jugendliche an. Zu nennen ist hier bspw. Toggo Mobile von Vodafone, der sich speziell an Eltern von jüngeren Kindern richtet. Dieser Tarif kostet ca. 10 Euro/Monat und beinhaltet die Sperrung von Service Rufnummern, der Internetnutzung, von Gesprächen im und ins Ausland, eine Ortungsfunktion, eine kostenfreie Elternrufnummer, Kostenkontrolle etc. Genauere Informationen zu Toggo Mobile finden sich direkt beim Anbiet unter. T-Mobile Kunden gibt es die Möglichkeit, für Ihre Kinder im Alter zwischen 6 und 18 Jahren die sog. CombiCard Teens zu kaufen. Diese enthält die Sperrung teurer Rufnummern, eine Elternrufnummer, gewährleistet die Kostenkontrolle seitens der Eltern etc. Die Karte kostet einmalig ca. 20 Euro + die monatlich anfallenden Guthaben. Die genauen Konditionen erfahren Sie direkt beim Anbieter. Andere gängige Anbieter, wie z. B. O2, E-Plus, 1&1 etc. haben keine speziellen Kindertarife, allerdings sind auch reguläre Tarife für Kinder und Jugendliche sinnvoll, die z. B. preiswerte Gespräche auf die Rufnummer der Eltern oder eine Kostenkontrolle beinhalten.

Tipp

  • Orientieren Sie sich bei der Auswahl eines Tarifs für ihr Kind an seinen Wünschen – soll be-sonders viel telefoniert werden oder ist SMS oder das Internet wichtig? Welche Tarife sind im Freundeskreis populär? Sehen Sie sich dazu auch gemeinsam Tarifrechner an.
  • Haben Sie ein Handy gekauft, kann Ihr Kind auch ein „Handy-Tagebuch“ führen, in dem es seine bzw. ihre Anrufe, SMS usw. notiert. So lernt es, die einzelnen Dienste besser mit den anfallenden Kosten abzugleichen.

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